Liebe Leser:innen,

ein weiteres Weihnachtsfest unter unsicheren Bedingungen steht an. Der Winter 2021/22 verspricht wieder einer zu werden, der uns zwingt, Kontakte einzuschränken und auf uns und unsere Nächsten achtzugeben. Auch für uns als Verlag bedeutet dies, wieder verstärkt aus dem Homeoffice heraus zu arbeiten, Veranstaltungen abzusagen oder ins Digitale zu verlegen und auf Sicht zu fahren. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir die Geschäfte einstellen. Ganz im Gegenteil: Dieser Tage haben wir unsere neue Vorschau auf das Frühjahr 2022 veröffentlicht. Was sich bei uns verändert und was bei uns gleichbleibt, bildet die Vorschau gut ab: In der Form moderner und frischer, in den Inhalten weiterhin kritisch, historisch und um Differenzierung bemüht. Wir freuen uns sehr, mit Sabine Rennefanz eine neue Autorin gewonnen zu haben, die in ihrem Buch »Frauen und Kinder zuletzt« darauf aufmerksam macht, wie in Krisen immer wieder Frauen und Kinder zu den benachteiligten Gruppen gehören. Der Journalist Ohad Hemo erzählt in »Jenseits der grünen Linie« aus israelischer Sicht vom Leben in den Palästinensergebieten, während unser Autor Alexander Osang in »Das letzte Einhorn« ein Jahrzehnt porträtiert. Die französische Historikerin Sonia Combe beleuchtet in »Loyal um jeden Preis« das komplexe Verhältnis berühmter DDR-Intellektueller wie Anna Seghers oder Bertolt Brecht zum Staat, Astrid M. Eckert schaut sich in »Zonenrandgebiet« an, wie die Grenzmauer das Leben in Westdeutschland bestimmt hat.

Doch auch die Gegenwart hält uns jenseits von Corona in Atem. Dass Olaf Scholz zum Kanzler gewählt wird, ist so gut wie sicher. Gleichzeitig kommen immer noch neue Details zu seinen Verwicklungen im Cum-Ex-Skandal heraus. Oliver Schröm ist durch seine jahrelangen Recherche, die in seinem Buch »Die Cum-Ex-Files« mündete, der kompetenteste Ansprechpartner, wenn es darum geht aufzuzeigen, wie die Politik eine Lösung in der Frage zu lange verschleppt hat. Darüber sprach er jüngst mit Tilo Jung bei »Jung & Naiv«.

Wie immer möchten wir Ihnen in diesem Newsletter zeigen, was uns beschäftigt. Daher kündigen wir über ein Autoreninterview mit Philipp Mattheis ein Buch an, das im Januar erscheinen wird: »Ein Volk verschwindet«. Darin thematisiert Mattheis das Schicksal der Uiguren, einer Volksgruppe Chinas, die brutal unterdrückt wird. Außerdem bilden wir einen Auszug aus »Die Schatzjäger des Kaisers« von Jürgen Gottschlich und Dilek Zaptcioglu-Gottschlich ab. Das Buch, das den Kunstraub im osmanischen Reich durch deutsche Archäologen thematisiert, bietet neue Grundlagen für den Streit, wie mit geraubter Kunst in unseren Museen umgegangen werden sollte. Es gibt wieder Veranstaltungshighlights und pünktlich vor Weihnachten geben wir Ihnen Tipps an die Hand, mit welchen Büchern man dieses Jahr Menschen eine Freude machen kann.

Bleiben Sie gesund und kommen Sie gut durch den Winter.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Aufbau Haus:

Gerrit ter Horst

BUCHVORSTELLUNG

»Die Schatzjäger des Kaisers« - Ein Auszug

Die Debatte um den Umgang mit geraubten Kulturgütern ist weiterhin hochaktuell. Bislang hatte sich die Frage um Raubgut und Restitution vor allem auf den afrikanischen Raum bezogen. Doch wie sieht es mit den Kulturgütern aus, die aus dem ehemaligen Osmanischen Reich nach Europa gekommen sind? In »Die Schatzjäger des Kaisers« thematisieren Jürgen Gottschlich und Dilek Zaptcioglu-Gottschlich wie deutsche Archäologen die …

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FRAGEN AN AUTOR:INNEN

Philipp Mattheis »Ein Volk verschwindet«: Ein Gespräch mit dem Autor

Die Uiguren, eine chinesische Volksgruppe, werden brutal unterdrückt. In der Region Xinjiang, in der sie mehrheitlich leben, werden sie in Lager gesperrt, sie sollen »umerzogen« werden und ihre Kulturstätten werden zerstört. Langsam regt sich dagegen Widerstand im Westen. Und gleichzeitig machen westliche Firmen gute Geschäfte mit China, produzieren in der Region. Was sind die Hintergründe? Und wie sollte eine …

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VERANSTALTUNGEN

Unsere Veranstaltungen im Rückblick

Wieder einmal neigt sich ein Jahr mit einem speziellen Veranstaltungsgeschehen dem Ende, und über den Ausblick möchte ich lieber erst einmal nichts sagen. Was uns aber bleibt, ist der Rückblick auf viele interessante Veranstaltungen, die trotz allem irgendwie doch stattgefunden haben – online, hybrid oder in Präsenz. Es gab sogar wieder Veranstaltungen, die nur in Präsenz und ganz ohne Live-Stream …

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BUCHEMPFEHLUNGEN

Bücher zum Fest

In diesem Jahr sind einige Titel bei Ch. Links erschienen, die eine besonders gute Figur unterm Weihnachtsbaum machen. Alle haben gemeinsam, dass sie sich natürlich hervorragend stapeln lassen. Außerdem sehen sie im Regal ungeheuer gut aus. Und nicht zuletzt sind sie aufschlussreich, spannend geschrieben und machen ein Stückchen klüger. Ein schöner Trend ist, dass immer mehr Menschen beim Kauf von …

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